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Liebe Eltern,

Liebe Schülerinnen und Schüler!

 

Ich möchte mich nochmal ganz herzlich für die vielen lieben E-Mails und WhatsApp-Nachrichten bedanken. Es ist schön zu spüren, dass wir in diesen unruhigen Tagen zusammen halten – wie eine große Familie.

 

Wir sind im Moment ein grandioses Team in der Ballettschule, hinter dem ich voller Überzeugung und mit Begeisterung stehe. Mein Motto lautet: Entweder wir schaffen es durch die Krise gemeinsam – oder gar nicht. Deshalb möchte und werde ich auch weiterhin versuchen, meine Lehrerinnen und Lehrer ganz normal zu bezahlen. Denn auch sie brauchen ihr Geld jetzt und nicht erst, wenn die Stunden nachgeholt werden.

 

Blickt man aktuell in die Medien, dann kann man den Eindruck gewinnen, über uns Selbstständige, Freiberufler und Kleinunternehmer werden die Soforthilfen unbürokratisch und großzügig mit der Gießkanne ausgeschüttet. Diesen Mythos möchte und muss ich an dieser Stelle ein Stück weit entzaubern, weil er nahelegt, dass wir auf Ihre Beitragszahlungen nicht angewiesen sind oder gar doppelt abkassieren könnten. So ist es aber nicht. 

 

Soforthilfemaßnahmen bekommen NUR diejenigen, die unter einem „akuten Liquiditätsengpass“ leiden, den sie nicht auch durch die Aufnahme eines Kredits überbrücken können. Oder verständlicher ausgedrückt: Nur wem die Hausbanken kein Geld mehr leihen, kann diese Soforthilfe beantragen. Friseure, Restaurants, Theater, freiberufliche Musiker, Schauspieler etc. haben im Moment einen Totalausfall und oft kein finanzielles Polster, auf das sie fallen – geschweige denn die notwendigen Sicherheiten für einen Kredit, den die Banken trotz Garantie durch die KfW häufig immernoch verweigern. Für diese Menschen sind diese Soforthilfen existentiell, wichtig und richtig.

 

Wenn man aber ein gesundes mittelständisches Unternehmen ist und auch einen ganz normalen Hausbankkredit bekommen kann, gilt das natürlich nicht. Wir können Stunden nachholen. Restaurants werden nach der Krise nicht die doppelte Menge an Essen verkaufen oder Frisöre doppelt so schnell Haare schneiden.

 

Wer uns kennt weiß, dass wir in finanzieller Hinsicht immer fair und entgegenkommend waren. Das wollen und werden wir auch weiterhin sein. Wir gehen momentan immernoch davon aus, dass wir nach den Osterferien (also ab 20. April) wieder mit dem regulären Unterricht fortfahren können. Alles in allem wären es dann drei Unterrichtswochen, die ausgefallen sind und die selbstverständlich nachgeholt werden können. Wir werden diesbezüglich Konzepte erarbeiten und Ihnen verschiedene Möglichkeiten anbieten, so dass alle Schülerinnen und Schüler auch bei vollem Terminkalender auf ihre Kosten kommen.  

 

Natürlich wollen wir Ihnen in der Zwischenzeit auch etwas zurückgeben. Ein herzliches Dankeschön gilt an dieser Stelle meinen Lehrerinnen und Lehrern, die sich so viele Gedanken machen, die Zeit #zuhause etwas unterhaltsamer zu gestalten. Einige hatten ja schon viel Spaß auf Instagram bei Ashleys und Andys Jazz- und Hip-Hop-Liveschaltungen. Wir arbeiten daran, so etwas auch für den klassischen Bereich anzubieten. Auch ein Ballettquiz und Übungsmusik zum Download sind in Arbeit. Da manche von Ihnen Probleme mit Instagram haben, werden wir versuchen, unsere Angebote in Kürze auch auf anderem Wege in Ihre Wohnzimmer zu bringen. Über all diese Aktivitäten informieren wir Sie auf unserer Facebook-Seite (@tabea.tanz).

 

Was wir in diesen Tagen glaube ich alle spüren ist, welche Menschen, Freunde und Kollegen wir vermissen – und was wir am meisten lieben und vielleicht zum Wohlfühlen einfach auch brauchen…

 

Mein Team und ich danken Ihnen von Herzen! Passen Sie gut auf sich auf und bleiben Sie gesund!

 

Bis bald,

 

Jenny Narasimhappa

Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler.

*** für Updates und Live Klassen besucht uns auf Instagram @tabea.tanz ***

 

Zuallererst möchte ich mich für die vielen positiven, solidarischen und verständnisvollen Rückmeldungen bedanken, die mich in diesen Tagen erreichen. Das tut gut! Vielen Dank! 

Als ich am Freitagabend die Türe der Ballettschule abschloss, tat ich das mit einem sehr mulmigen, traurigen und sentimentalen Gefühl. Auf der Heimfahrt fielen mir ungezählte Situationen in meinem Leben und im Leben meiner Lehrerinnen und Lehrer ein, die von Lebenskrisen, Krankheiten, auch Gefühlen des Burnouts (z. B. vor großen Aufführungen) etc. geprägt waren, und trotzdem haben wir immer unsere Sachen gepackt, diese Türen wieder aufgeschlossen und für ein paar Stunden das Leben da draußen vergessen. 

Für uns war stets klar, dass wir Schülerinnen und Schülern immer die Möglichkeit geben sollten zu tanzen. Gerade in Krisenzeiten können die Kunst und geöffnete Tanzschulen das Gefühl von Freiheit, Normalität und Sicherheit geben. 

Diesem Anspruch können wir im Moment leider nicht mehr gerecht werden. Jetzt heißt es zusammenhalten und Institutionen erstmal zu schließen, um die Menschen in der Gesellschaft zu schützen. 

Für uns Künstler und Selbständige ist das eine große Herausforderung, die wir nicht ohne Ihre Hilfe bewältigen können. Ich bitte Sie deshalb in diesen Tagen um einen Vertrauensvorschuss: Wir gehen im Moment davon aus, dass wir den regulären Unterricht nach den Osterferien (also ab 20. April) wieder aufnehmen können. Die ausgefallenen Stunden können auf jeden Fall nachgeholt werden. Wir werden diesbezüglich Konzepte erarbeiten und Ihnen verschiedene Möglichkeiten anbieten. 

Ich werde die Löhne an meiner Schule für alle Lehrerinnen und Lehrer – auch die freiberuflichen – ganz normal ausbezahlen, denn für die aktuelle Situation kann niemand etwas. Vielleicht denken einige von Ihnen – sofern individuell machbar – in diesen Tagen auch an die vielen anderen künstlerischen Begegnungsstätten wie z. B. das Mauerwerk oder das Theaterhaus, die unter der Corona-Krise ebenfalls massiv leiden und auf Unterstützung angewiesen sind. 

Lassen Sie uns in Kontakt bleiben! Schauen Sie bitte weiterhin regelmäßig auf unsere Homepage. Vielleicht finden wir zur Überbrückung ja ein paar Online-Alternativen, damit wir auch während der „Quarantäne“ fit bleiben und nicht einrosten . Bleiben Sie gesund und bis bald! 

Jenny Narasimhappa